Wenn Geopolitik die Goldpreise beeinflusst

Im März 2018 erreichte der Goldpreis einen der höchsten Werte des Jahres. Ein Anstieg, der insbesondere auf die Ankündigung eines neuen Handelskriegs zwischen den Vereinigten Staaten und China durch den US-Präsidenten zurückzuführen ist. So funktioniert die Welt. Die verschiedenen geopolitischen Ereignisse, die die Geschichte geprägt haben, hatten in ihrer Gesamtheit einen erheblichen Einfluss auf den Preis des Edelmetalls. Wie damals, 1980, als die Unze Gold 850 Dollar erreicht hatte. Zu jener Zeit waren die Beziehungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten mehr als nur angespannt, und die Sowjetunion hatte beschlossen, in Afghanistan einzumarschieren. In jüngerer Zeit waren es die Aufstände von 2011 im arabischen Raum und die Griechenlandkrise, die eine Unze Gold auf ein Rekordhoch von fast 2’000 Dollar hinauftrieben. Es scheint, dass der Goldpreis zwingend den Schwankungen der globalen Geopolitik folgt und von Krisensituationen in den verschiedenen Ländern profitiert. Das Edelmetall ist ein sicherer Hafen. Daher ist es logisch, dass sich die Käufer im Falle einer geopolitischen Krise, die zwangsläufig aus einer Finanz- und Wirtschaftskrise resultiert, dem Gold zuwenden. Eine Möglichkeit, die Volatilität zu überwinden. In der Realität verursachen jedoch globale politische Ereignisse üblicherweise nur kleine Verschiebungen. Denn letztlich beeinflussen die Steuer- und Handelspolitik der verschiedenen Länder den Kurs des gelben Metalls. Und vor allem jene der Vereinigten Staaten. Steigende Zinsen und ein stärkerer Dollar setzen zusammen mit der Geopolitik den Goldpreis unter Druck.

ATCBG/FGE/ATC