Monnaie de Paris: Kunst – und Goldhandwerk

Monnaie de Paris: Kunst – und Goldhandwerk

Die Monnaie de Paris, die altehrwürdige französische Münzpräganstalt, wurde im Jahr 864 nach der Verkündung des Edikts von Pîtres durch den König von Frankreich, Karl der Kahle, gegründet. Ursprünglich hatte die Institution nur die Aufgabe, die im Königreich geltenden Gold- und Silbermünzen zu schlagen und ihre Qualität (d. h. ihren Edelmetallgehalt) zu gewährleisten. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Monnaie de Paris ihre Aktivitäten diversifiziert. Obwohl sie immer noch für die Münzprägung verantwortlich ist, stellt sie heute auch unterschiedliche Objekte her wie Militärmedaillen, Gedenkmedaillen, „Fleurs de coin“ oder Sammlerstücke, Münzen, die für den Münzumlauf in anderen Ländern als Frankreich bestimmt sind, sowie einige seltene Stücke im Auftrag von Öffentlichkeit oder Privaten.

Mit einem grossen Know-how aus mittlerweile fast zwölfhundert Jahren ist die Pariser Münzmanufaktur zweifellos in ganz Frankreich führend für die Anfertigung von Kunsthandwerk und Kunstgegenständen aus Gold. Gießen, gravieren, ziselieren, emaillieren oder prägen – die Monnaie de Paris mit ihren rund zwölf Kunsthandwerken, die sie betreibt, wurde mit dem Label «Entreprise du Patrimoine Vivant» ausgezeichnet.

Ihre neueste, 2014 lancierte Münzkollektion heißt „Coq“, bestehend aus drei 100-Euro-Goldmünzen, die einen Hahn – das Nationalsymbol der Franzosen – in verschiedenen Facetten darstellen.

ATCBG/EYS/ATC