Kirgisistan: mehr Gold als Vieh

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In zahlreichen Ländern geht der Trend hin zu einer Vergrösserung ihrer Goldreserven. Ein kleines Land in Zentralasien hat beschlossen, noch weiter zu gehen. In Kirgisistan fordert die Zentralbank alle Einwohner auf, ihre Ersparnisse – hauptsächlich Vieh – in Gold umzuwandeln.
Der Gouverneur der Landeszentralbank, Herr Tolkunbek Abdygulov, lässt berchtigterweise verlauten, dass Gold, unabhängig von Marktfluktuationen, langfristig seinen Wert behält und daher ein ausgezeichnetes Mittel für die Bevölkerung ist, ihre Ersparnisse anzulegen. So hat er öffentlich seinem Wunsch Ausdruck verliehen, dass jeder seiner 6 Mio. Mitbürger über 100 Gramm des Edelmetalls verfügt. Die Bewohner der ländlichen Regionen, für die bisher ihr Vieh der Anlage ihrer Wahl war, werden aufgefordert, ihre Herden zu veräussern, um mit dem Erlös Gold zu kaufen. Zu diesem Zweck scheut die Zentralbank keine Anstrengungen: sie stellt ihre eigenen kleinen Goldbarren her, verkauft sie und bietet sogar an, das Gold in ihren Räumlichkeiten aufzubewahren.

SLI/EYS/ATC