Goldpapier oder physisches Gold: Was sind die Unterschiede?

Wer „Investitionen in Gold“ sagt, meint „Investitionen in Barren und Münzen“. Aber das Goldangebot ist tatsächlich bedeutend breiter. Es gibt zwei Arten von Anlagen in Gold: physisches Gold und Papiergold. Physisches Gold repräsentiert das Edelmetall als etwas Greifbares; Papiergold bezieht sich auf den Kauf desselben Metalls in Form von börsengehandelten Kontrakten. Theoretisch sind die beiden Investitionen nahe beieinander, da Papiergold die Performance von physischem Gold reproduziert. Aber wenn man über den sicheren Hafen spricht und nichts über den Aktienmarkt weiss, sollte man sich an physisches Gold halten. Denn Goldpapier ist mit einigen Risiken verbunden, die insbesondere mit dem Emittenten des Finanzprodukts zusammenhängen, der beispielsweise Konkurs gehen könnte. Papiergold ist, im Gegensatz zu physischem Gold, an das Finanz- und Bankensystem gebunden.
Dennoch kann Papiergold Vorteile haben, so können Betrügereien verbunden mit dem eher seltenen Verkauf falscher Goldbarren vermieden werden. Aber der Unterschied zwischen den beiden Investitionsmöglichkeiten liegt hauptsächlich in der Art, wie wir sie verwenden. Barren, Plaketten und Objekte aus Gold sind besonders auch für Personen geeignet, die Vermögen sicher anlegen oder bei einer Krise das Edelmetall schnell wieder verkaufen wollen. Papiergold ermöglicht hingegen eine kurzfristige Rentabilität, genau wie Aktienmarktanteile auch. Kurz gesagt, Papiergold scheint einfach zu sein, birgt aber genau so viele Risiken wie jeder Aktienindex. Die Herausforderung besteht darin, zum richtigen Zeitpunkt zu kaufen und zu verkaufen.

ATCBG/FGE/ATC