Schlagwort: Zahnkronen

Zahnkronen aus Gold stellen eine der ältesten, widerstandsfähigsten und zugleich faszinierendsten Anwendungen von Edelmetallen in der Medizin dar. Während Dentalgold in der modernen Zahnheilkunde zunehmend durch hochfeste Keramiken verdrängt wird, besitzen ausgemusterte oder ersetzte Goldkronen einen beachtlichen materiellen Wert. Aufgrund der extremen Anforderungen an Korrosionsbeständigkeit und Biokompatibilität im menschlichen Mundraum kommen bei Zahnkronen ausschließlich hochwertige Legierungen zum Einsatz, die neben Gold oft auch Platin, Palladium und Silber enthalten.

Werkstoffkunde, Legierungen und statistische Zusammensetzung

Dentallegierungen sind Spezialanfertigungen, die eine maximale Festigkeit bei gleichzeitig exzellenter Verträglichkeit garantieren müssen. Reines Feingold (24 Karat) wäre für den Kauprozess zu weich, weshalb es mit anderen Edelmetallen legiert wird.

  • Hochgoldhaltige Legierungen weisen in der Regel einen Goldgehalt von 700 bis 860 Promille (70 % bis 86 %) auf und sind zusätzlich mit Platin oder Palladium veredelt
  • Reduzierte Goldlegierungen besitzen einen Goldanteil von etwa 400 bis 600 Promille, ergänzt durch einen höheren Silber- oder Kupfergehalt
  • Palladium-Basis-Legierungen enthalten nur geringe Mengen Gold, zeichnen sich jedoch durch extreme Temperaturbeständigkeit bei der Keramikverblendung aus

In der Schweiz und Deutschland wurden über Jahrzehnte hinweg Millionen von Goldkronen eingesetzt. Statistisch gesehen wiegt eine durchschnittliche Zahnkrone zwischen 2 und 5 Gramm, wovon der Reingoldanteil je nach Legierungstyp oft zwischen 1,5 und 3,5 Gramm liegt. Bei der Verwertung von Altgold aus dem Dentalbereich summieren sich diese scheinbar kleinen Mengen schnell zu beachtlichen Beträgen.

Von der Antike bis zur modernen CAD/CAM-Technologie

Die Verwendung von Gold in der Zahnmedizin hat eine erstaunlich lange Geschichte. Bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. nutzten die Etrusker feine Goldbänder, um lose Zähne zu fixieren und gegossene Goldbrücken einzusetzen. Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich die Guss- und Stampftechnik für Goldkronen zum weltweiten Standard.

In den letzten Jahrzehnten hat eine technologische Revolution stattgefunden. Mithilfe digitaler 3D-Scans und moderner CAD/CAM-Frästechnik können Zahnkronen heute extrem präzise aus Zirkonoxid oder Keramik gefräst werden. Trotz dieser Innovationen bleibt das „klassische“ Dentalgold aufgrund seiner unverwüstlichen Materialeigenschaften und seiner perfekten Randschlussgenauigkeit bei vielen Zahntechnikern unerreicht.

Verwertung und Ankauf von Dentalgold

Wenn alte Zahnkronen durch moderne Keramikversorgungen ersetzt werden, verbleibt das entfernte Material im Besitz des Patienten. Da Dentalgold selten in reiner Form vorliegt, sondern als Legierung mit wechselnden Anteilen von Platin, Palladium oder Silber vorkommt, ist eine professionelle Schmelzanalyse für die exakte Wertermittlung erforderlich.

Wer mehr über die exakten Methoden der Materialprüfung und Feingehaltseinstufung erfahren möchte, findet vertiefende Details im Beitrag über die Bestimmung der Reinheit von Goldbarren und Methoden zur Echtheitsprüfung.

Zudem spielt die korrekte Trennung von Anhaftungen wie Keramik- oder Zahnresten eine Rolle bei der Aufbereitung. Detaillierte Fachinformationen zur Wertermittlung von Altmaterialien bietet unsere Übersicht über die Expertise beim Goldankauf.

Sollten Sie neben Dentalgold auch Schmuckstücke oder Barren besitzen und einen Verkauf in Erwägung ziehen, können Sie sich auf unserer Seite über Gold online kaufen oder auf unserer allgemeinen Informationsseite über Gold umfassend orientieren.

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